Am 01. Juni stand bei unserer Feuerwehr eine Übung mit dem Schwerpunkt Wasserförderung über lange Wegstrecken auf dem Ausbildungsplan. Als Einsatzszenario wurde ein Feldbrand in Weinolsheim angenommen, bei dem eine ausreichende Löschwasserversorgung an der Einsatzstelle sichergestellt werden musste.
Angenommene Lage
Gemeldet wurde ein Brand auf einem Feldbereich in Weinolsheim. Da sich die angenommene Einsatzstelle abseits einer unmittelbaren Löschwasserversorgung befand, war es erforderlich, das benötigte Löschwasser über eine längere Strecke zur Brandstelle zu fördern. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte bei der Wasserentnahme, dem Aufbau der Förderstrecke und der Versorgung der Einsatzstelle zu trainieren.
Aufbau der Wasserversorgung
Als Wasserentnahmestelle wurde die Selz in Weinolsheim ausgewählt. Dort wurde eine tragbare Feuerlöschkreiselpumpe in Stellung gebracht und in Betrieb genommen. Nach dem Ansaugen des Wassers begann der Aufbau der Förderleitung.
Zur Überbrückung der Entfernung zwischen Wasserentnahmestelle und angenommener Brandstelle wurden insgesamt sieben B-Schlauchlängen verlegt. Mit einer Gesamtlänge von rund 140 Metern entstand eine lange Wegstrecke durch das Feld, über die das Löschwasser zuverlässig zur Einsatzstelle gefördert werden konnte.
Besonderes Augenmerk lag dabei auf dem zügigen und sicheren Verlegen der Schläuche sowie der reibungslosen Kommunikation zwischen den eingesetzten Trupps. Nach dem Aufbau wurde die Förderstrecke in Betrieb genommen und die Wasserversorgung der Brandstelle sichergestellt.
Übungsziele
Mit dieser Übung wurden mehrere wichtige Ausbildungsinhalte trainiert:
- Wasserentnahme aus offenem Gewässer
- Aufbau und Betrieb einer tragbaren Pumpe
- Wasserförderung über lange Wegstrecken
- Verlegen von B-Druckschläuchen im Gelände
- Zusammenarbeit und Kommunikation der Mannschaft
- Sicherstellung einer kontinuierlichen Löschwasserversorgung bei Vegetations- und Flächenbränden
Gerade bei Feld- und Vegetationsbränden ist eine leistungsfähige Wasserversorgung häufig eine besondere Herausforderung, da sich Einsatzstellen oftmals weit entfernt von Hydranten oder anderen festen Wasserentnahmestellen befinden. Umso wichtiger ist es, die hierfür notwendigen Abläufe regelmäßig zu üben.














