24h-Übung der Jugendfeuerwehr

Es ist 01.00 Uhr nachts, der Alarmgong ertönt im Gerätehaus. Die Einsatzmeldung: ein Feuer in der Dolgesheimer Grundschule, mehrere vermisste Personen. Schlaftrunkene Kinder und Jugendliche stürmen in Richtung Umkleide, um sich ihre Einsatzkleidung anzuziehen und anschließend die beiden Fahrzeuge zu besetzen. Es geht trotz der Uhrzeit alles sehr schnell. Schon nach einer Minute sind das MLF und das MZF auf der Straße und beginnen die Fahrt in Richtung Dolgesheim. Kurz vor dem Ziel ein Funkspruch: „Fehlalarm, kein Einsatz für die Feuerwehr“, schallt es durch die Funklautsprecher. Die Fahrzeuge kehren um und fahren zurück zum Gerätehaus zwischen Weinolsheim und Uelversheim. „Und dafür habt ihr uns jetzt geweckt?!“ fragt eines der Kinder, noch sichtlich verschlafen, worauf nur entgegnet wird: „Das ist im echten Leben nicht anders…“.

Dieses Szenario war ein Teil der 24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehr Uelversheim-Weinolsheim am 17. Und 18. November. „Einmal den Alltag einer großen Berufsfeuerwehr nachvollziehen“ – unter diesem Motto stand die Veranstaltung. Ausbildung und Fahrzeugpflege standen an diesen beiden Tagen ebenso auf dem Programm, wie simulierte Einsätze, bei welchen die Kinder ihr ganzes Können unter Beweis stellen mussten. Ob eine Ölspur auf einer Straße, ein Verkehrsunfall oder ein Brand im DGH in Weinolsheim, es wurden sämtliche Aufgabenbereiche der Feuerwehr abgedeckt. Und hierzu gehören nun auch einmal Fehleinsätze, wie im Falle der nächtlichen Alarmierung.

Am Sonntagmorgen wurde es dann zum Abschluss noch einmal spannend. Das letzte Szenario des Wochenendes war eine simulierte Gasexplosion in einem Gebäude. Hier war das volle organisatorische sowie feuerwehrtechnische Verständnis der JF-Gruppenführer gefragt. Aber auch dieser Einsatz wurde von den „Führungskräften“, sowie natürlich auch den anderen JF-Mitgliedern vorbildlich abgearbeitet.

So ließ sich am Ende ein positives Fazit sowohl bei den Betreuern, als auch bei den Kindern ziehen. „Das nächste Mal machen wir eine 48h-Übung“, war ein Vorschlag der Kinder, was dafür spricht, dass die Kinder und Jugendlichen an diesem Wochenende neben dem erzielten Lerneffekt auch sehr viel Spaß hatten.

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